Fußball ist heutzutage einer der weltweit populärsten Sportarten. Das Spiel mit dem Ball zieht Millionen in den Bann und besticht durch Schnelllebigkeit, Attraktivität und Spannung. Einher mit der Spannung der Spiele geht das Wettfieber. Doch wann begann eigentlich das Wetten auf Fußballspiele? Hier gilt wie schon so oft im Sport England als Vorreiter des Wettens. Bereits im 19. Jahrhundert begeisterten sich die Engländer für Pferderennen und damit diese vom Veranstalter finanziert werden konnten, führte man das Wetten auf den Ausgang der zahlreichen Rennen ein.
Bei den Fußballwetten führt in diesem Zusammenhang der Blick in die Vergangenheit auf das Jahr 1921 zurück. In diesem Jahr wurde in Schweden ein staatliches Unternehmen gegründet um sogenannte Toto-Wetten durchzuführen. Im Gegensatz zu heute gingen die damaligen Einnahmen jedoch zur Hälfte an die Fußballspieler. Das Wettfieber verbreitete sich und schwappte dann im Jahre 1961 auf die Insel hinüber. Die englische Regierung legalisierte Wettbüros und löste einen regelrechten Boom aus.
Deutschland erlebte den Beginn der Sportwetten erst nach Ende des zweiten Weltkriegs. Da die wirtschaftliche Lage zu diesem Zeitpunkt die Finanzierung des deutschen Sports nicht zuließ, verhalf man sich mit der staatlich gegründeten und bundesweit vertretenen Sport-Toto-GmbH, die die finanzielle Unterstützung möglich machen sollte.
Ein weiterer Meilenstein bereitete die Gründung des legalen und erfolgreichen Wettanbieters Oddset in 1999, der Sportbegeisterten seriöses Glücksspiel auch heute noch näherbringt. Ein Jahr später entstanden Wettbörsen, die es Spielern ermöglichen sollten, gegeneinander anzutreten und somit größere Gewinne zu erzielen.
Durch das Aufkommen des Internets wurde der Boom weiter verstärkt. Jedoch offenbarten sich auch Schattenseiten. Eine zunehmende Anzahl von privaten Unternehmen drängte in die Branche um den Boom auszunutzen und illegale Wetten anzubieten weshalb das Wetten eine Art Grauzone bleibt.