May 31, 2010
Edin Dzeko wird den VfL Wolfsburg nicht verlassen. Bis zum 31. Mai um Mitternacht hätte der bosnische Stürmerstar den Bundesligisten für die festgeschriebene Ablösesumme von 40 Mio. Euro verlassen können. Und obwohl der 24-Jährige sich schon von seinen Mitspielern verabschiedet hatte und den Verein gerne verlassen wollte, wird er wohl nun doch in Wolfsburg bleiben. Bis zuletzt kochten die Spekulationen um einen möglichen Wechsel zu Manchester City hoch, doch zumindest bis 22 Uhr ging kein Angebot für Dzeko ein. Als weitere Interessenten wurden auch Real Madrid, FC Liverpool, AC Mailand, Juventus Turin, Manchester United und der FC Chelsea genannt.
Der neue Wolfsburg-Trainer Steve McLaren wird die Nachricht sehr freuen, da er Edin Dzeko unbedingt in der kommenden Saison im Kader haben wollte. Doch ein Verbleib des Torschützenkönigs der Bundesliga ist auch nach Ablauf der Frist nicht sicher. Es ist davon auszugehen, dass jetzt das Feilschen der Interessenten losgeht, die garantiert die Ablösesumme drücken wollen. Doch VfL-Manager hat bereits verlauten lassen, dass Dzeko jetzt noch teuerer wird. Wir werden ja sehen, wie sich die Personalie weiterentwickelt.
Na das sind ja mal tolle Aussichten auf die WM: Nicht nur das das Verletzungspech der deutschen Nationalmannschaft treu bleibt, nein, auch der Sturm verursacht Kopfschmerzen. Zwar sind alle Angreifer fit, doch aufgrund einer schwachen Saison wurden mit Lukas Podolski, Miroslav Klose und Mario Gomez gleich drei Nationalspieler zu den drei Absteigern der Saison gewählt. Das ist das Ergebnis einer „Kicker“-Umfrage unter den Bundesliga-Profis.
Allein Lukas Podolski vom 1. FC Köln versammelte gleich 30,9 Prozent der Stimmen für sich. Auf den Plätzen folgen die Bayern-Akteure Klose (15,7) und Gomez (14,3), die im Laufe der erfolgreichen Saison der Münchner nicht wirklich eine Rolle spielten. Da muss man Bundestrainer Jogi Löw schon fragen, inwieweit tatsächlich das Leistungsprinzip als ausschlaggebendes Argument zur Kaderberufung zählt. Immerhin: Thomas Müller wurde klar zum Aufsteiger der Saison gekürt – immerhin ist auch der Shootingstar bei der WM in Südafrika dabei.
Luka Modric hat seinen Vertrag bei den Tottenham Hotspurs um sechs Jahre bis zum Juni 2016 verlängert. Ein Riesenerfolg für das Team aus London, da der kroatischen Spielmacher vor allem auf dem Wunschzettel von Manchester United ganz oben stand, die angeblich bereit waren, bis zu 25 Mio. Euro zu zahlen. Das Interesse kommt nicht von ungefähr, lieferte der 24-Jährige doch in der abgelaufenen Saison konstant ganz starke Leistungen ab und hatte somit gehörigen Anteil, dass die Spurs am Ende auf Platz 4 landeten und sich für die CL-Qualifikation qualifizierten.
Tottenham Hotspurs darf sich zugleich über den zweiten Punktsieg gegen ManUtd freuen. Denn neben Modric hatte der englische Meister die Fühler auch nach Gareth Bale ausgestreckt. Aber der Abwehrspieler hat sich wie Modric für einen Verbleib an der White Hart Lane entschieden und seinen Vertrag bis 2014 verlängert.
Arsenal London scheint sich langsam mit einem Verkauf des spanischen Superstars Cersc Fabregas anzufreunden. Der Mittelfeldspieler will unbedingt zum FC Barcelona zurückkehren und die Katalanen sind schon seit Monaten am 23-Jährigen interessiert. Zwar haben die Gunners einen Verkauf ihres Spielgestalters bislang kategorisch abgelehnt, doch offenbar will man dem Wunsch des Spielers nachkommen. Denn angeblich haben die Engländer bereits ein passenden Nachfolger für Fabregas gefunden: Yoann Gourcuff von Girondins Bordeaux.
Keine Frage, der Franzose würde dank seiner überragenden Technik und Eleganz ideal ins Team von Arsene Wenger passen und somit die Lücke von Fabregas einigermaßen füllen können. Und unbezahlbar ist Gourcuff, der in Bordeuax noch einen Vertrag bis 2013 hat, nicht: Schließlich kann der 23-Jährige die Franzosen für eine feste Ablösesumme von 25 Mio. Euro verlassen. Für einen Spieler seiner Klasse und Alters auf jeden Fall angebracht.
May 30, 2010
Nächste Hiobsbotschaft für Jogi Löw: Heiko Westermann fällt für die WM 2010 aus. Der Abwehrspieler hat sich im Testspiel gegen Ungarn (3:0) kurz vor dem Abpfiff einen Kahnbeinbruch im linken Fuß zugezogen. Besonders bitter, da der 27-Jährige als heißer Kandidat für den zweiten Innenverteidiger-Posten neben dem gesetzten Per Mertesacker galt. Zudem ist der Spieler vom FC Schalke 04 sehr vielseitig einsetzbar und hätte im defensiven Mittelfeld aushelfen können, wenn es dort Engpässe gegeben hätte.
„Natürlich bin ich total enttäuscht, denn es war ein großes Ziel von mir, bei der WM dabei zu sein. Ich habe mich körperlich im Trainingslager sehr gut gefühlt. Jetzt bleibt mir nichts anderes übrig, als der Mannschaft von ganzem Herzen alles Gute für die Weltmeisterschaft zu wünschen“, sagte ein geknickter Westermann. Aber auch Löw reagierte geschockt: „Heiko hätte bei der WM eine wesentliche Rolle in unserem Team gespielt. Er wäre aufgrund seiner Vielseitigkeit für uns wichtig gewesen. Im Training hat er sich in überragender körperlicher Verfassung präsentiert.“
Westermann ist bereits der fünfte Spieler, der sich vor der WM verletzte. Zuvor hatten schon Torwart Rene Adler, Kapitän Michael Ballack sowie die beiden Mittelfeldspieler Simon Rolfes und Christian Träsch ihre Teilnahme absagen müssen.
Der FC Bayern hat nicht nur sportlich, sondern auch finanziell in der abgelaufenen Saison mächtig abkassiert. Für das Erreichen des Champions-League-Finals hat der Double-Gewinner über 60 Mio. Euro erhalten. Aber auch national sind die Münchner Spitze. Denn wie die „Stuttgarter Nachrichten“ mitteilten, erhielt der deutsche Rekordmeister mit fast 29 Mio. Euro den größten Anteil aus dem Geldpool der nationalen TV-Gelder.
Dahinter liegen Schalke 04, Werder Bremen, der VfB Stuttgart und Hamburger SV. Wie viel diese Klubs aus dem TV-Geldpool erhalten haben, verdeutlicht folgendes Ranking:
- 1. FC Bayern München – 28,628 Millionen Euro.
- 2. FC Schalke 04 – 26,497 Millionen.
- 3. SV Werder Bremen – 25,478 Millionen.
- 4. VfB Stuttgart – 23,843 Millionen.
- 5. Hamburger SV – 23,155 Millionen.
May 28, 2010
Kaum im Amt, plant Steve McLaren schon den ersten Hammertransfer für den VfL Wolfsburg. Angeblich will der Engländer seinen ehemaligen Schützling Micah Richards von Manchester City loseisen und zu den „Wölfen“ locken. Geld für den hochbegabten Rechtsverteidiger, der aber seit geraumer Zeit seiner Normalform hinterher hechelt, ist zumindest vorhanden. Schließlich stehen McLaren rund 30 Mio. Euro für Spielereinkäufe zur Verfügung. Doch die Summe könnte durch einen Verkauf von VfL-Starstürmer Edin Dzeko noch deutlich in die Höhe schnellen – insofern denn ein Klub die festgeschriebenen 40 Mio. Euro zahlt.
Für Richards, der bei Manchester City in der kommenden Saison eventuell mit Jerome Boateng einen zusätzlichen Konkurrenten für die rechte Abwehrseite bekommt, bietet der VfL Wolfsburg angeblich 12 Mio. Euro, was ungefähr seinen Marktwert entspricht. Bleibt abzuwarten, ob ManCity den Glauben am 21-Jährigen verloren hat und ihn tatsächlich ziehen lässt. Unter McLaren, der Richards zu einem kometenhaften Aufstieg verholfen hat, könnte er vielleicht wieder sein ganzes Potential abrufen.
Die Entscheidung ist gefallen: Die EM 2016 wird in Frankreich stattfinden. Das haben die 13 stimmberechtigten Mitglieder des Exekutivkomitees in Genf entschieden. Damit ist Frankreich seiner Favoritenrolle gerecht geworden und wird nach der EM 1984 und der WM 1998 zum dritten Mal ein großes Fußballturnier austragen.
Neben der Grande Nation standen auch noch Italien und Türkei zur Auswahl. Während sich die Italiener nach dem ersten Wahldurchgang verabschiedeten, lieferten sich Frankreich und die Türkei ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende setzten sich Frankreich mit 7:6 Stimmen hauchdünn gegen die Türken durch.
Die Spielorte für die EURO 2016, bei der erstmals in der EM-Geschichte 24 Mannschaften um den Europameistertitel kämpfen werden, stehen auch schon fest. Doch von den zwölf Stadien werden letztlich nur in neun EM-Spiele stattfinden: Dabei handelt es sich um St. Denis, Lyon, Lille, Bordeuax, Nizza, Marseille, Lens, Paris, St. Etienne, Toulouse, Strassburg und Nancy. Zur Modernisierung der Spielstätten stehen 1,73 Milliarden Euro zur Verfügung.
May 27, 2010
Neven Subotic zählt zu den heiß begehrtesten Innenverteidiger der Bundesliga. Nun hat auch Juventus Turin seine Fühler nach dem BVB-Ass ausgestreckt. Bei der „Alten Dame“ soll der 22-Jährige ein wichtiger Teil der geplanten Verjüngungskur werden, die unbedingt eingeleitet werden muss, um an die ruhmreiche Vergangenheit anzuknüpfen. BVB-Trainer Jürgen Klopp wird aber alles versuchen, um seinen Schützling auch noch in Zukunft im Trikot von Borussia Dortmund spielen zu sehen. Bietet ein Klub jedoch über 20 Millionen Euro, würden die Schwarz-Gelben sich gesprächsbereit zeigen. Ob Juventus Turin überhaupt in der Lage ist, diese Summe aufzubringen, darf aufgrund des immensen Schuldenberges bestritten werden.
Schlauerweise hat der italienische Traditionsverein auch gleich eine mögliche Alternative für Subotic in der Hinterhand. Dabei handelt es sich um das riesige Talent Leonardo Bonucci vom AS Bari.
Für die neue Saison will sich der FC Bayern definitiv in der Abwehr verstärken. Vor allem auf der linken Seite besteht Handlungsbedarf. Dort kamen zuletzt meist Holger Badstuber oder Diego Contento (dessen Vertrag bis 2013 verlängert wurde) zum Einsatz. Beide sind sehr talentiert, doch etwas mehr Weltklasseformat und internationale Erfahrung könnte nicht schaden. Die besitzt Ashley Cole ohne Zweifel. Und der Verteidiger vom FC Chelsea liebäugelt aufgrund seiner privaten Probleme mit seiner Noch-Ehefrau Cheryl Cole mit einem Wechsel ins Ausland. Hier kommt der FC Bayern ins Spiel, der angeblich am 29-Jährigen interessiert sein soll. Um den schnellen und zweikampfstarken Außenverteidiger nach München zu lotsen, müsste man aber eine ordentliche Ablösesumme auf den Tisch liegen. Schließlich hat Ashley Cole beim FC Chelsea noch bis 2013 Vertrag. Zudem droht dem FCB internationale Konkurrenz.
Denn laut „Sun“ sind auch der AC Mailand, AS Rom und Real Madrid am englischen Nationalspieler interessiert. Die besten Karten dürfte wohl Real haben. Schließlich kennen sich der künftige Trainer Jose Mourinho, der als Cole-Fan bekannt ist, und der Linksverteidiger noch aus gemeinsamen Zeiten bei Chelsea. Sollte sich aber für die Bayern die Chance auf eine Cole-Verpflichtung ergeben, lautet das Motto: Unbedingt zuschlagen!